Musikpädagogische Forschungsstelle der Uni Bielefeld

Unter dem Dach der Musikpädagogischen Forschungsstelle an der Universität Bielefeld arbeiten derzeit sechs Forscher*innen und vier Hilfskräfte in verschiedenen musikpädagogischen Forschungs- und Entwicklungsprojekten, die durch das gemeinsame Querschnittsthema „Vielfalt Gehör verschaffen – Musikalisches Lernen in heterogenen Gruppen“ verbunden sind.

Im Zentrum der Projekte steht die Frage, welche Herausforderungen heute durch diverser werdende Gruppen (Inklusion, Interkultur, Leistungsheterogenität) an schulischen Musikunterricht und außerschulische Musikvermittlung gestellt werden und welche Faktoren und Konzepte differenzsensible Prozesse musikalischen Lernens begünstigen. Dabei gehen Forschung, Entwicklung und universitäre Lehre Hand in Hand. So zielen die Forschungsprojekte auch darauf ab, den Prinzipien des Design-Based Research entsprechend Konzepte für den Musikunterricht sowie für außerschulische Vermittlungskontexte zu entwickeln, die der Vielfalt von Lerngruppen im Sinne der Differenzsensibilität Rechnung tragen. Dies geht einher mit der Entwicklung innovativer hochschuldidaktischer Lehrformate und -materialien, bei der auch Fragestellungen und Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungsprojekte einfließen. Dabei kooperieren die Forscher*innen sowohl mit der Bielefeld School of Education als auch mit Kolleg*innen anderer Fachbereiche und Universitäten.

Die Musikpädagogische Forschungsstelle wurde 2018 von Prof. Dr. Johannes Voit gegründet und kann an eine erfolgreiche Tradition anknüpfen. So hatte bereits Prof. Dr. Ulrike Kranefeld vor ihrem Ruf an die TU Dortmund eine Musikpädagogische Forschungsstelle in Bielefeld gegründet und zu einem führenden Zentrum der empirischen Unterrichtsforschung in der Musikpädagogik ausgebaut.